16 - Der Rechtsanwalt und die Blondine

 

 

shutterstock_273041204-2Ein Rechtsanwalt sitzt im Flugzeug einer Blondine gegenüber, langweilt sich und fragt, ob sie ein lustiges Spiel mit ihm spielen wolle. Aber sie ist müde und will schlafen.

Der Rechtsanwalt gibt nicht auf und erklärt, das Spiel sei nicht nur lustig, sondern auch leicht:

“Ich stelle eine Frage und wenn Sie die Antwort nicht wissen, zahlen Sie mir fünf Euro und umgekehrt.”

Die Blondine lehnt ab und stellt den Sitz zum Schlaf zurück. Der Rechtsanwalt schlägt unverdrossen vor: “OK, wenn Sie die Antwort nicht wissen, zahlen Sie fünf Euro, aber wenn ich die Antwort nicht weiß, zahle ich Ihnen 500 Euro!”
Jetzt stimmt die Blondine zu und der Rechtsanwalt stellt die erste Frage: “Wie groß ist die Entfernung von der Erde zum Mond?” Die Blondine greift in die Tasche und reicht ihm wortlos fünf Euro rüber.

“Danke”, sagt der Rechtsanwalt, “jetzt sind Sie dran.”
Sie fragt ihn: “Was geht den Berg mit 3 Beinen herauf und kommt mit vier Beinen herunter?”
Der Rechtsanwalt ist ratlos, schaltet seinen Laptop ein, schickt E-Mails an seine Mitarbeiter, fragt bei der Staatsbibliothek nach und konsultiert alle Suchmaschinen im Internet. Aber vergebens, er findet keine Antwort.

Nach einer Stunde gibt er auf, weckt die Blondine und gibt ihr 500 Euro.
“Danke”, sagte sie und will weiterschlafen. Der frustrierte Rechtsanwalt aber bleibt hartnäckig und fragt: “Also gut, was ist die Antwort?”
Wortlos greift die Blondine in die Tasche und gibt ihm fünf Euro!

 

Rechtsanwalt (m) – lawyer

Blondine (f) – blonde

wolle – wollen (indirect speech)

aufgeben – to give up

sei – sein (indirect speech)

umgekehrt – the other way around

ablehnen – to decline

unverdrossen – undauntedly

zustimmen – to accept

greifen – to reach

rüberreichen – to hand over

Sie sind dran. – It is your turn.

herauf / herunter – up / down

nachfragen – to inquire

vergebens – in vain

aufgeben – to give up

hartnäckig – persistently

15 - Der Jäger und sein Hund

 

 

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Zwei Jäger treffen sich. Erzählt der eine dem anderen: “Du, ich habe einen merkwürdigen Hund. Immer wenn ich daneben schieße, wirft er sich auf den Boden, streckt die Beine in die Höhe und lacht.”

“Und was macht er, wenn du triffst?” 

“Das weiß ich nicht, ich habe ihn erst seit 3 Jahren…”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jäger – hunter

merkwürdig – strange, odd, curious

daneben schießen – to miss (shooting)

werfen – to throw

Boden (m) – ground, floor

strecken – to raise, to stretch

in die Höhe – into the air

treffen – to hit

erst – only 

13 - Die Mahnung

 

 

Hubert erhält eine grobe, nachdrückliche Mahnung. Ebenso grob und eindeutig schreibt er zurück:
“Beamter Schotterstein, alle Rechnungen kommen bei mir in einen großen Sack. Am Jahresende werden zehn daraus gezogen und bezahlt. Wenn Sie mir noch mal so eine grobe Mahnung schicken, nehmen Sie an der diesjährigen Ziehung nicht teil!”

 

41910001 - twenty euro notes, spead over a tablegrob – rough, serious, coarse

nachdrücklich – firm, insistant

Mahnung (f) – demand for payment, reminder

ebenso – just as

eindeutig – clear, unambiguous

Beamter (m) – public official, civil servant

Rechnung (f) – invoice

Sack (m) – bag, sack

daraus – out of it

ziehen – to draw

diesjährig – this year’s

Ziehung (f) – draw

12 - Angeln

 

 

Herr Professor Wachsmann angelt. Plötzlich steht ein Polizist hinter ihm und schnauzt: “Mit welchem Recht angeln Sie eigentlich hier?” 

Gelassen dreht sich der Professor um: “Natürlich mit dem mir gegebenen Recht des genialen Intellekts über die mir unterlegene animalische Kreatur!” 

“Entschuldigen Sie bitte”, meint der Polizist, “aber man kann ja nicht gleich alle neuen Gesetze kennen!”

 

26311942 - citayam reservoir with a variety of fishing and leisure activities in depok , west javaschnauzen – to bark, to snarl

mit welchem Recht? – by what right?

eigentlich – actually

gelassen – calm, unhurried, even-tempered

sich umdrehen – to turn around

mir unterlegen – inferior to me

11 - Am Flugschalter

 

 

Der Mann am Flugschalter ist so ziemlich das größte Ekel, das man sich vorstellen kann. Erst kann er sich nicht entscheiden, wohin er fliegen will. Dann passt ihm der Sitzplatz nicht und der Preis ist ihm auch noch zu hoch. Schließlich wird er regelrecht ausfallend zum Bodenpersonal. Als er endlich gegangen ist, fragt jemand aus der Warteschlange: “Wohin fliegt dieser Typ eigentlich?” “Der Herr fliegt nach New York, sein Koffer nach Sydney.”

 

7970924 - man rushing to catch his flight in airportFlugschalter (m) – flight desk

Ekel (n) – revolting person

passen – to suit

schließlich – in the end

regelrecht – downright

ausfallend – abusive

Bodenpersonal (n) – ground crew

eigentlich – actually

 

10 - Die drei Briefe

 

 

Der scheidende Vorstandsvorsitzende einer großen Aktiengesellschaft übergibt seinem Nachfolger drei Briefe. “Ich habe in diesen drei Briefen meine Erfahrungen zusammengefasst. Immer wenn Sie in eine schwierige Lage kommen, öffnen Sie einen der Briefe. Meine Ratschläge werden Ihnen sicher immer nützlich sein.”

Nach einem Jahr wird das Unternehmen von einer Finanzkrise erschüttert. Der Vorstandsvorsitzende öffnet den ersten Brief und liest: “Schieben Sie sofort die ganze Schuld auf den alten Vorstand.”

Nach dem zweiten Jahr stockt der Absatz der Aktiengesellschaft bedrohlich. Der Vorstandsvorsitzende öffnet den zweiten Brief und liest: “Schieben Sie die gesamte Verantwortung für alle Probleme dem Aufsichtsrat zu.”

Im dritten Jahr droht eine feindliche Übernahme durch die Konkurrenz. Der Vorstandsvorsitzende öffnet den dritten Brief und liest: “Jetzt ist die Zeit gekommen: Schreiben Sie drei Briefe an Ihren Nachfolger.”

 

56633451 - successful businessman in formal suit looking over glasses isolated over white.scheidend – outgoing, leaving

Vorstandsvorsitzender (m) – chairman

Aktiengesellschaft (f) – stock corporation

übergeben – to hand over

zusammenfassen – to summarize

Lage (f) – situation

Ratschlag (m) – advice

erschüttert werden – to be shaken

die Schuld auf jemanden schieben – to lay the blame on somebody

Vorstand (m) – board of directors

stocken – to stagnate

Absatz (m) – sales

bedrohlich – dangerously, alarmingly

Verantwortung (f) – responsibility

Aufsichtsrat (m) – supervisory board

drohen – to threaten, to be in danger of

feindliche Übernahme – hostile takeover

Konkurrenz (f) – competition

Nachfolger (m) – successor

9 - Das Testament

 

 

Der Notar eröffnet das Testament. Er liest es langsam und deutlich vor; die testamentarisch Bedachten nicken alle mehr oder minder zufrieden. Schließlich stockt der Notar, blickt auf, blickt wieder ins Testament und liest weiter: “Ich komme nun zu Max, meinem Großneffen, dem ich versprach, ihn in meinem Testament zu erwähnen: Hallo Max, du Lümmel, alles Gute!”

 

60860624 - grave stones at historic jewish cemetery in slovakiaNotar (m) – notary

Testament (n) – last will

vorlesen – to read aloud

testamentarisch Bedachter (m) – someone included in the will

nicken – to nod

mehr oder minder – more or less

stocken – to stop, to falter

aufblicken – to look up

Großneffe (m) – grandnephew

erwähnen – to mention

Lümmel (m) – little fellow

Alles Gute! – All the best!

8 - Winter

 

 

Tiefer Winter. An einem Weiher zieht sich ein Mann aus und hängt seine Sachen sorgfältig über einen verschneiten Ast. 

Ein Spaziergänger fragt erschüttert: “Was, um diese Zeit wollen Sie baden?”

“Wieso nicht? Es ist doch erst Viertel vor zwei.”

 

2095864 - beautiful landscape after the snow stormWeiher (m) – pond

sorgfältig – carefully

verschneit – snow-covered

Ast (m) – branch

erschüttert – shocked

7 - Die Ente

 

 

Ein Jäger will seiner Freundin imponieren und nimmt sie mit auf Entenjagd. Er zielt, schießt und trifft eine Ente. Der Vogel stürzt zu Boden. “Guter Schuss!”, lobt er sich selbst. Da sagt seine Freundin: “Hättest gar nicht zu schießen brauchen. Den Sturz aus dieser Höhe hätte die Ente sowieso nicht überlebt.”

 

36988866 - silhouette of men on the huntingimponieren – to impress

Entenjagd (f) – duck hunt

zielen – to aim

schießen – to shoot

treffen – to hit

zu Boden stürzen – to crash to the ground

loben – to praise

Sturz (m) – fall

Höhe (f) – height

sowieso – anyway

überleben – to survive

6 - Im Hotel

 

 

Er nimmt seine neue Eroberung mit ins Hotel und trägt sie als seine Frau ein. Am nächsten Morgen lässt er sich die Rechnung geben. “Das muss doch ein Irrtum sein”, reklamiert er, “ich war doch nur diese eine Nacht hier!” “Gewiss mein Herr, aber Ihre Frau Gemahlin wohnt schon seit zwei Wochen bei uns.”

 

20776880 - hotel room, bed roomEroberung (f) – conquest

eintragen – to put a name down

Irrtum (m) – mistake

reklamieren – to complain

gewiss – certainly

Gemahlin (f) – wife

5 - Die Verwechslung

 

 

Zwei Freundinnen unterhalten sich:

“Dein Mann beherrscht die deutsche Sprache überhaupt nicht. Er verwechselt immer “mir” und “mich”.

“Und deiner erst, der verwechselt immer mich und dich!”

 

31810318 - two young girl in autumn forestsich unterhalten – to have a conversation

beherrschen – to master

überhaupt nicht – not at all

verwechseln – to mix up

und deiner erst! – and yours!

4 - Das Geschenk

 

 

Horst hat ein Problem: Er hat seinen Hochzeitstag vergessen. Seine Frau ist ziemlich wütend und sagt: “Morgen früh erwarte ich ein Geschenk in der Einfahrt, das in weniger als 6 Sekunden von 0 auf 100 ist! Ansonsten Gnade dir Gott.” Am nächsten Morgen liegt ein Geschenk in der Einfahrt. Neugierig holt sie das Geschenk ins Haus. Sie öffnet es und findet eine nagelneue Badezimmerwaage. Horst wird seit Freitag vermisst…

 

21264971 - green wrought iron gate between two masonry brick pillarsHochzeitstag (m) – wedding anniversary

wütend – angry

erwarten – to expect

ansonsten – otherwise

Gnade dir Gott – woe betide you

Einfahrt (f) – garage entrance

neugierig – curious

nagelneu – brand-new

Badezimmerwaage (f) – bathroom scales

3 - Biologie

 

 

Aus einer Biologie-Hausarbeit: Wenn man sich die Insektensammlung unseres Biologiekabinetts betrachtet, springt einem zuerst der afrikanische Riesenfloh ins Auge.

 

10254610 - collection of bugsHausarbeit (f) – homework, assessment

Sammlung (f) – collection

betrachten – to look at

ins Auge springen – to catch sb.’s eye

Riesenfloh (m) – giant flea

2 - Gerechtigtkeit

 

 

Der Rechtsanwalt vertritt seinen Mandanten vor einem auswärtigem Gericht. Anschließend schickt er seinem Mandanten eine SMS: „Gerechtigkeit hat gesiegt.“ Der Mandant simst zurück: „Sofort Berufung einlegen!“

 

53849988 - wooden gavel of judge, close-up, white background, no people, horizontal

Rechtsanwalt (m) – lawyer

vertreten – to represent

Mandant (m) – client

auswärtig – non-local

Gericht (n) – tribunal

anschließend – afterwards

Gerechtigkeit (f) – justice

simsen – to text

Berufung einlegen – to lodge an appeal

1 - Die Pflaume

Die Lehrerin erklärt Bruchrechnen: “Ich viertele eine Pflaume und nehme vier Viertel wieder weg. Was bleibt übrig?” Fritzchen meldet sich: “Der Kern!”

 

 

52847191 - ripe plums in a bag. red house plums in a bagerklären – to explain

Bruchrechnen (n) – fractions

vierteln – to divide into quarters

Pflaume (f) – plum

übrig bleiben – to remain

sich melden – to put one’s hand up

Kern (m) – stone

Der große Wagen

Fragt der Lehrer: “Gibt es da draußen im Universum irgendwelches anderes intelligentes Leben?” Klein-Erna meldet sich: “Wahrscheinlich nicht, sonst wäre der Große Wagen bestimmt schon gestohlen worden!”

 

 

da draußen – out there

irgendwelche(r,s) – some

bestimmt – certainly

stehlen – to steal